Artikel „Strahlrohr“
Mai 05
„Anthrax“-Sondereinsätze
- Danke!
Grosseinsätze,
durch Gedankenlosigkeit ausgelöst! Die FFZ , die Zuger Polizei
und der Rettungsdienst haben auf der Steuerverwaltung und
auf der Post Anthraxalarm-Einsätze geleistet. Gott sei Dank
war das Pulver harmlos; trotzdem waren diese Sondereinsätze
leider nötig und wichtig. Ein Nichtreagieren wäre nicht zu
verantworten, weil wir nie wissen, ob ein Ernstfall vorliegt.
Seit den Anthrax-Anschlägen auf US-Politiker im Oktober 2001,
bei dem fünf Postbeamte ums Leben kamen, nimmt auch die Öffentlichkeit
solche Vorfälle ernst.
Der Einsatz auf
der Post machte mich besonders betroffen, war doch das Couvert
an mich persönlich auf dem Amt adressiert. Umso dankbarer war
ich, dass professionelle Arbeit geleistet wurde und niemand zu
Schaden kam.
Als
Sicherheits-, Vormundschafts- und Sozialvorsteher, muss ich sehr
oft Entscheide fällen, die von den Klienten nicht immer
verstanden werden. Diese Entscheide sind aber im Interesse des
Gesamtwohls, aber auch im Interesse des Einzelnen nötig.
Der Stadtrat
ist sich bewusst, dass für das Sozialamt, das Vormundschaftsamt
und auch das Betreibungsamt gewisses Gefährdungspotential
vorhanden ist. Aus diesem Grund wurden seit einiger Zeit für
diese Ämter besondere Sicherheitsmassnahmen getroffen, die
jedoch noch ausbaut werden müssen. Unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter sollen ohne Angst der täglichen Arbeit zum Wohle
unserer Stadt nachgehen können.
Ich bin sehr
froh, dass auch die FFZ zu meinem Departement gehört. Durch den
wöchentlichen Kontakt an den Kadersitzungen können so immer
wieder Sicherheitsfragen unserer Stadt optimal koordiniert
werden.
Allen, die bei
diesen Grosseinsätzen ihr Bestes gegeben haben, möchte ich ganz
herzlich danken und sie ermutigen auch den nächsten Einsatz
motiviert anzugehen.
Andreas Bossard,
Chef Departement Soziales, Umwelt und Sicherheit