Stadt Zug
2. Rang für den Bereich Gesundheit, Soziales und Sicherheit
Offensichtlich
rennt die SVP ziemlich verzweifelt ihrem Wahlkampfthema Sicherheit
hinten nach. Anders sind die Interventionen in den Zeitungen
kaum zu erklären; vielmehr kann man die Fakten nämlich
nicht durcheinander bringen. Aber die Irritation ist ver-ständlich.
Denn am vergangenen Montag wurde das Städteranking 2010
publiziert. Die Stadt Zug belegt insgesamt Platz 1. Im Bereich
Gesundheit, Soziales und Sicherheit Platz 2.
Zur Erinnerung: Das von mir geführte Departement heisst
Soziales, Umwelt und Sicherheit. Dabei bin ich mir sehr bewusst,
dass ich diesen Erfolg in erster Linie meinen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern und den guten Rahmenbedingungen zu verdanken
habe. Wie aber für jedermann leicht erkennbar ist, steht
das Städteranking im krassen Gegensatz zur Behauptung
von Manfred Pircher, ich hätte in der Frage der Sicherheit
versagt. Nur am Rande sei vermerkt, dass verkehrsberuhigende
Massnahmen auch zur Sicherheit beitragen. Insbesondere Eltern
und Kinder wissen das zu schätzen.
Gerne erkläre
ich Manfred Pircher noch einmal die Aufgabenteilung zwischen
den Gemeinden und der Zuger Polizei. Die Gemeinden sind für
Ruhe und Ordnung zuständig. Darum will die Stadt Zug
präventiv tätig sein und zusätzliche private
Sicherheitsdienste einzusetzen. Die Zuger Polizei ist für
die polizeiliche Sicherheit verantwortlich, also für
Straftaten wie Körperverletzungen, Tätlichkeiten,
Sachbeschädigungen, Diebstähle, Betäubungsmitteldelikte.
Hier fehlt in der Stadt Zug unbestritten eine zusätzliche
Polizeipatrouille, die der Stadtrat nun vom Regierungsrat
fordert. Laut der ZFA (Zuger Aufgaben- und Finanzreform) ist
die polizeiliche Sicherheit eindeutig eine kantonale Aufgabe.
Dafür dürfen nicht Steuergelder der Stadt Zug eingesetzt
werden.
Andreas Bossard, Stadtrat
Vorsteher Departement Soziales, Umwelt und Sicherheit
Mai 2010