Sie waren einmal jung - erinnern Sie sich?
Vor gut einer
Woche trafen sich in Zug Jugendliche und Politiker zum ersten
gemeinsamen „Jugend-Mit-Wirkungs-Tag“. Organisiert
wurde dieser Tag von Mitgliedern des Zuger Jugendparlamentes.
Zug ist einer der vier Pilotgemein-den, in denen sich der
„Jugend-Mit-Wirkungs-Tag“ etablieren soll. Politikerinnen
und Politiker setzten sich mit den Jugendlichen an einen Tisch,
arbeiteten in Workshops zu Themenbereichen Kunst und Kultur,
Bars/Ausgang, Skater und Gamer. Es war spannend zu sehen wie
Jugendliche Ideen einbringen und Erwachsene versuchten bei
der Verwirklichung behilflich zu sein. Einige Jugendliche
meinten, dass es spannend sei etwas zu erarbeiten, welches
dann auch Chancen habe realisiert zu werden.
Beim Mitarbeiten zusammen mit einigen Jugendlichen zum Thema
„Ausgang in Zug“ spürte ich, dass es für
die Jugendlichen manchmal kein „Honiglecken“ ist
einen „Event“ zu organisieren. Für die Jugendlichen
ist es gar nicht so einfach zu wissen für was welche
Bewilligung überhaupt nötig ist. Ich werde deshalb
verwaltungsintern vorschlagen, einen „Bewilligungswegweiser“
zu verfassen, damit Jugendliche, die z.B. ein Kantifest organisieren,
sich auf diesem „Pfad“ besser zurechtfinden können.
Die Behörden sind gewillt den Jugendlichen beim Organisieren
eines Anlasses zu helfen und ihnen, die gesetzlichen Hürden,
die zu nehmen sind, aufzuzeigen.
Es kann nicht alles Wünschbare bewilligt werden. Je mehr
Menschen auf engstem Raum zusammenwohnen, desto schwieriger
ist es Orte zu finden wo unbe-schwert ein Fest, ein Konzert
durchgeführt werden kann. Aus verständlichen Gründen
wünschen sich viele Jugendliche ein bisschen mehr Toleranz
- ein bisschen mehr Erinnerungsvermögen an die eigene
Jugend.
Könnten wir Erwachsenen hier den Jugendlichen nicht ein
wenig entgegenkommen? Wäre es nicht besser hie und da
statt sich zu ärgern „Ohrpfropfen“ einzuschieben
und dann beim Einschlafen ein wenig an die eigenen Jugender-lebnisse
zurückzudenken, die auch nicht immer ganz lupenrein über
die Bühne gingen.
Toleranz zwischen den Generationen - ein Schritt aufeinander
zu - auch dies bedeutet Lebensqualität......
Andreas Bossard, Stadtrat, CSP