Bericht
zu den Legislaturen 2003 - 2006 / 2006 - 2010
Frühling 2010
Seit sieben
Jahren darf ich im Stadtrat von Zug wirken. Die Einarbeitungszeit
war kurz und intensiv. Einen Strauss von interessanten Problemen
gilt es täglich zu bearbeiten. Mir bereitet diese Aufgabe
sehr grosse Befriedigung. Täglich packe ich die nicht immer
leichten Aufgaben mit Elan und Freude an. Meine Devise sind
die 4 M: „Man muss Menschen
mögen“.
Tagtäglich
habe ich mit den verschiedensten Menschen zu tun, oft mit
Menschen, die sich am Rande der Gesellschaft bewegen. Ich
versuche für alle ein offenes Ohr zu haben, zu vermitteln,
anzuhören, für Verständnis zu werben usw. Nicht immer können
Lösungen gefunden werden. Die Menschen sollen aber spüren,
dass sie ernst genommen werden.
Meine Arbeit besteht aus drei
Hauptbereichen:
1. Führung
des Departements Soziales, Umwelt und Sicherheit
An den wöchentlichen Kadersitzungen werden die Aufgaben
koordiniert. Es wird besprochen, wie für die verschiedensten
Geschäfte Lösungen gefunden werden können.
2. Arbeit im
Gesamtstadtrat mit gut 50 Stadtratssitzungen
Der
Stadtrat trifft sich wöchentlich am Dienstag zu einer halbtägigen Sitzung.
Zusätzlich kommen ca. 10 Kerngeschäftssitzungen dazu
3.
Öffentliches Wirken als Stadtrat
Als Stadtrat besuche ich
Nachbarschaftsveranstaltungen, Vereins- und kulturelle
Anlässe, Parteiversammlungen usw. Hier kann ich den Puls zur Bevölkerung
spüren. Die Leute kommen auf mich zu. Ich kann ihre Anliegen
aufnehmen.
Ich versuche,
die Ziele des Gesamtstadtrates umzusetzen. Dies ist nicht
immer leicht. Sehr viel Zeit braucht es, um den vom Parlament
geforderten Sparwillen menschlich umzusetzen.
Besonders in
der Sozialabteilung ist das Sparen in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten nicht ganz einfach. Ich versuche bei allen Geschäften,
die soziale Stimme einfliessen zu lassen.
- So zum Beispiel
bei der Anpassung der Gebühren. Diese sollen sozialverträglich
nach Einkommen und Vermögen abgefedert werden.
- Eine wichtige
Aufgabe war für mich auch die Sicherung der Pflege in den
Altersheimen. Es ist nicht selbstverständlich, dass die
Stadt und die Gemeinden die ungedeckten Pflegekosten übernehmen.
Die Pflegebedürftigen müssen sich an den Betreuungskosten
mitbeteiligen. Dank diesem Schritt konnten wir die gemeindliche
Beteiligung an die Pflegekosten für die Zukunft sichern.
- Im Sommer
2011 wird das Altersheim Waldheim durch ein neues Altersheim
auf der Frauensteinmatte ersetzt. Ich versuchte hier zukunftsgerichtete
Ideen für das Wohnen im Alter einzubringen. Das Altersheim
Waldheim soll einem neuen Zweck zugeführt werden: Betreutes
Wohnen im Alter.
- Zahlbarer
Wohnraum ist nach wie vor in unserer Stadt ein Thema: Mit
der Planung von gut 100 Familienwohnungen auf der Roostmatte
dürfte in der nahen Zukunft ein weiterer Schritt in diese
Richtung eingeleitet werden.
- Die familienergänzende
Kinderbetreuung ist auch in der Stadt Zug je länger je mehr
ein wichtiges Thema. Über 70% der Frauen sind heute teilweise
oder voll berufstätig.
- Die Erhöhung
der Qualität in der Innenstadt ist mir nach wie vor ein
grosses Anliegen. Die Stadt braucht dringend eine Kurzumfahrung
(Minitunnel). Die Wirkung einer Verkehrsbefreiung in der
Altstadt kann nur erreicht werden, wenn der Anschluss Ägeristrasse
realisiert wird.
Mein Departememt
Mein Departement
besteht aus 7 verschiedenen Abteilungen:
- Das
Vormundschaftsamt
- Die
Sozialabteilung
- Die
Fachstelle Alter
- Die
Abteilung Umwelt und Energie
- Die
Sicherheitsabteilung
- Der Langsam-Verkehr
und der öffentliche Verkehr
- Die
freiwillige Feuerwehr
Sicherheit
und Wohlbefinden auch in Zukunft
Kürzlich sagte
jemand: Du führst nun im Departement SUS einen richtigen
„Gemischtwarenladen“! Aus meiner Sicht passen die neuen
Abteilungen jedoch sehr gut zusammen.
Alles was wir
im Departement SUS tun, hat etwas mit Sicherheit zu tun.
Wie meine ich
dies?
Ein starkes
Sozialamt hilft das Gefälle zwischen arm und reich
auszugleichen. Alle in unserer Stadt können sich so sicherer
fühlen.
Ein gut geführtes
Vormundschaftsamt kennt seine schwierigen Klienten
und schreitet dort ein wo es nötig ist. Eskalationen wie im
September 2001 können unter Umständen erkannt werden - dies
macht unsere Stadt auch sicherer.
Die
Fachstelle Alter und Gesundheit setzt sich ein, dass
sich die abtretende Generation ohne Angst, entweder im eigenen
Daheim oder in geschützten Institutionen, wohl und sicher
fühlt
Umwelt und Energie setzt sich
ein, dass auch die kommenden Generationen eine intakte Mitwelt
vorfinden. Auch die, die nach uns hier in Zug leben, sollen
sich da gesund und sicher fühlen.
Sicherheit
und Mobilität auf den Strassen dank dem ö.V. und der
Verkehrstechnik. Der Verkehr soll fliessen auch dann,
wenn zum Beispiel die Neugasse oder die Grabenstrasse infolge
Sanierungen gesperrt sind.
Die Abteilung
Sicherheit mit dem Polizeiamt spürt, wo Massnahmen
nötig sind und koordiniert diese mit der Zuger Polizei.
Dank der
Feuerschau
und unserer hervorragenden
Feuerwehr fühlen wir uns in unsern Häusern sicherer.
Mir wird je
länger je mehr bewusst, dass die Soziale Sicherheit, die Sicherheit
für Leib und Leben und die Sicherheit für die Umwelt in einer
zukunftsgerichteten Stadt zusammen gehören.
Ich möchte mich
weiterhin einsetzen, dass das Leben in unserer Stadt lebenswert
und sicher bleibt. Dieses Ziel ist für mich in meiner täglichen
Arbeit entscheidend!
Ich freue mich
auf die weitere Tätigkeit als Stadtrat und möchte mich für
unsere einmalig schöne Stadt zum Wohle der Bevölkerung einsetzen.
|