10 Jahre Aphasie
Sehr geehrte
Frau Präsidentin (Monika Minar)
Sehr geehrte
Damen und Herren des Vorstandes
Liebe Gäste
Wenn ich mir
jetzt vorstelle, dass genau jetzt in diesem Moment wie aus
heiterem Himmel ich selber betroffen sein könnte. Ich würde als
Behördenmitglied vor Ihnen stehen und würde wie Zacharias im
alten Testament kein Wort mehr über die Lippen bringen. Erst
dann kann ich mich in jene Menschen einfühlen die von Aphasie
betroffen sind.
Beim Aufsetzen
dieser kurzen Begrüssung habe ich einmal mehr gespürt wie die
Sprache Brücke von Mensch zu Mensch ist. Wie würde ich begrüssen
ohne die Sprache des Wortes? Wäre dies möglich? Soll ich es
wagen Sie nonverbal zu begrüssen? Solche Gedanken gingen mir
durch den Kopf.
Sie haben sich
vor 10 Jahren zusammengeschlossen, um für die Menschen
hinzustehn, die von dieser speziellen Art der Sprachstörung -
der Aphasie - betroffen sind. Sie geben diesen Menschen das
Gefühl nicht allein zu sein.
Durch Hilfen
und Förderungen können neue andere Brücken der Kommunikation
geschaffen werden. Was diese Menschen brauchen ist Geduld und
Verständnis. Das „Schnell schnelle“ blockiert eher - statt zu
helfen.
Ich denke
Geduld würde uns allen in dieser hektischen Zeit gut tun.
Für Ihre
10-jährige Arbeit möchte ich Ihnen gratulieren und danken.
Danken, dass
sie die Öffentlichkeit für diese Art „Behinderung“ aufklären und
dafür für Verständnis werben. Niemand weiss, ob er nicht auch
„wie ein Blitz vom heiteren Himmel“ betroffen sein könnte.
Schlaganfälle, Hirnverletzungen, Blutungen, Tumorerkrankungen
sind relativ häufig. Ich möchte Ihnen für Ihre Aktivitäten auch
im Namen des Stadtrates von Zug herzlich danken.
Ich überbringe
ihnen auch sehr gerne den Gruss des Gesamtstadtrates.
Ich wünsche
Ihnen weiterhin viel Erfolg an Ihrer Arbeit für die betroffenen
Menschen.
Ich wünsche
ihnen ein spannendes Referat und eine gute Diskussionsrunde.
Ich danke Ihnen
und wünsche einen guten Abend.
Andreas Bossard,
Stadtrat