Aufrichtefeier Pflegzentrum Baar
22. März 2005
Herr
Baudirektor,
Sehr geehrte
Architekten, Baumeister und Handwerker
Geschätzter
Stiftungsratspräsident Jürg Dübendorfer und Kolleginnen und
Kollegen des Stiftungsrates
Sehr verehrte
Damen und Herren
Es freut mich
sehr einige kurze Worte an Sie zu richten zu dürfen.
Die Stadt Zug
ist seit der Gründung der „Stiftung Spital Baar“ zusammen mit
der Einwohner- und Bürgergemeinde Baar im Stiftungsrat
vertreten.
Stadtpräsident
Christoph Luchsinger und ich sind die städtischen Vertreter im
Stiftungsrat. Ich möchte daher meine Worte als Stiftungsrat der
Stiftung Spital Baar und als Vertreter der Stadt Zug an sie
richten.
Die
freundnachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Baar und Zug
haben Tradition. Gerade im Bereich der Pflege haben Baar und Zug
auf einer wertschätzenden Ebene seit jeher eng
zusammengearbeitet.
Das Pflegeheim
hier in Baar ist für die Altersbetreuung der Stadt Zug seit der
Gründung eine äusserst wichtige Institution. Die Stadt Zug hat
selber nie ein spezifisches Pflegheim geführt. Für Pflegefälle
waren die Zentren Luegeten in Menzingen und das Pflegeheim hier
in Baar willkommene Instituitonen.
Die Stadt Zug
verfügt weiterhin über die Mehrheit am Stiftungskapital und
beansprucht auch das grösste Bettenkontingent.
In den bestehenden Altersheimen
in der Stadt Zug werden zwar seit einiger Zeit ebenfalls
Pflegebetten angeboten. Nicht immer können in den Altersheimen
alle Pflegefälle bis zum Tod betreut werden. Gerade für
Demenzkranke ist Baar bereits heute sehr gut eingerichtet. Seit
2002 wird hier eine eigene Demenzabteilung geführt. Zudem ist
Baar die einzige Einrichtung, die gezielt Ergo- und
Physiotherapie anbietet und einen Arzt mit speziellen
geriatrischen Kenntnissen beschäftigt.
Aus diesem
Grunde ist und bleibt das das Pflegeheim Baar das
Kompetenzzentrum für Geriatrie auch für die Pflegebedürftige der
Stadt Zug.
Gerade aus
diesem Grund hat die Stadt Zug bei der Planung für dieses
Pflegezentrum Interesse für 20 zusätzliche Pflegebetten
angemeldet.
Auch die
Sozialvorsteherinnen und Sozialvorsteher aller 11 Gemeinden
unterstützen den Bau dieses Kompetenzzentrums, weil das
Pflegzentrum eine Angebotslücke schliesst.
Gerade für
jüngere pflegebedürftige und körperbehinderte Menschen bestand
bis heute im Kanton Zug kein Angebot. Auch die Einrichtung eines
Tagesheimes , welches seit gut einem Jahr bereits als
Provisorium eingerichtet ist und die Betten für die geriatrische
Rehabilitation schliessen die Angebotslücken im Pflegebereich.
Ich bin
überzeugt die Zukunft wird zeigen, dass der Entscheid für den
Bau dieses Zentrums richtig war:
- Eine
Studie zeigt, dass bis 2015 die 65 - 79-jährigen um fast 50%
zunehmen werden.
- Für die
Stadt Zug heisst dies z.B. ein Zuwachs von 700 Personen in
dieser Altersgruppe
- Bekannt
ist, dass die Anzahl der Demenzkranken bis 2015 im Kanton
Zug von 870 auf 1386 Personen ansteigen wird
- Ungefähr
ein Viertel der über 80-jährigen im Kanton Zug lebt in
Pflegeeinrichtungen
- Von den
Pflegebedürftigen leben lediglich 29% in Institutionen
- 60% aller
Pflegebedürftigen werden zuhause gepflegt (28% von ihnen mit
Hilfe der Spitex)
- 11% werden
in Klöstern gepflegt (z.B. die eigenen Pfleghäuser des
Klosters Menzingen)
- Diese
eindrücklichen Zahlen zeigen, dass infolge der
demographischen Entwicklung Pflegleistungen in
Institutionen gefragt sein werden. Zusätzlich werden auch je
länger je mehr Leute Spitexleistungen beanspruchen müssen.
Sie sehen
dieses moderne Kompetenzzentrum, welches sie als Architekten und
Handwerker gegenwärtig realisieren, wird eine gefragtes Haus
werden.
Die
Pflegebedürftigen, die Stiftung, die Behörden, die sich mit
Altersfragen beschäftigen freuen sich schon heute auf den Tag
der Eröffnung.
Zum Schluss
gilt ein herzliches Dankeschön auch an die Adresse des Kantons.
Obwohl die Stiftung Spital Baar Bauherrin, Eigentümer und
Betreiberin des Pflegzentrums ist, konnten zusammen mit dem
Kanton grosse Synergien genutzt werden
Da das neue
Pflegheim weiterhin ein Pflegheim mit regionalem Charakter
bleibt, beteiligt sich der Kanton an den an Gesamtbaukosten von
38 Millionen mit 60 % oder rund 23 Millionen.
Die Gemeinden
tragen im Gegenzug sämtliche ungedeckte Pflegekosten, die
jährlich anfallen. Dies sind inzwischen Millionenbeträge pro
Jahr...
Danken möchte
ich besonders den Handwerkern, den Architekten und Planern für
die hervorragenden Arbeiten, die Sie für das künftige
Pflegezentrum geleistet haben und weiterhin leisten werden.
Es ist eine
Freude dieses Haus entstehen zu sehen. Auf der Baustelle wirkt
die Jugend. Fast alles Leute unter 40 Jahren - die Jugend baut
für das Alter !
Einziehen
werden Leute mit einem Durchschnittsalter von gegen 90 Jahren.
Sie werden allen Bauleuten dankbar entgegenwinken.
Auf weiterhin
gutes Gelingen - ich freue mich im Namen der Stiftung bereits
heute auf das Fest der Einweihung!
Andreas Bossard,
Stiftungsrat Stiftung Spital Baar, Stadtrat Zug