Rede GV
Kneippverein
27. Januar 2006
Frau
Präsidentin, geschätzter Vorstand, meine sehr verehrten Damen
und Herren
Ich
möchte Ihnen ganz herzlich danken für die Einladung. Ich bin
sehr gerne gekommen und möchte Ihnen zu Ihrer 71.
Generalversammlung die Grüsse des Stadtrates überbringen.
„Kneipp- natürlich leben“ ist für
mich kein Neuland. In meiner Jugend haben mein Eltern besonders
meine Mutter auf das Kneippen geschworen - die Frauen nehmen es
ja mit der Gesundheit so oder so viel ernster –
Wenn ich da in die Runde schauen,
sind viel mehr Frauen als Männer da!
Dies ist
ihnen sicher nicht neu!
Auf
den Wanderungen in den Bergen hat meine Mutter fast bei jedem
Bergbächlein die Socken ausgezogen und in jedem Brunnen hat sie
ihre Arme geschwenkt. Wir Buben machten ihr dies natürlich nach.
Manchmal hat es eine Mutprobe gegeben, wer länger die Arme im
kalten Wasser halten kann, oder wer es länger beim Baden in
einem Gletscherseelein ausgehalten hat.
Ich weiss natürlich, dass es da
genaue Regeln gibt. Das Kalt - Warm ist mir noch heute
ein Begriff: Für mich ist nach dem warmen Duschen am Morgen das
Kaltduschen eine Selbstverständlichkeit. Erst dann bin ich so
richtig wach, und ein wohliges „Krippeln“ geht durch meinen
Körper! Wenn ich so in die Runde sehe, sehe ich alles wache
Leute... Leute mit offenem klaren Blick.
Ich
denke, dies hat sicher auch etwas mit einer gesunden
Lebenseinstellung zu tun. Ich schätze klare, offene Menschen,
die Rücksicht auf die Gesundheit nehmen. Gerade die Menschen,
die selber zu ihrem Körper Sorge tragen, tragen auch Sorge zur
Schöpfung, zur Natur.
Da ist
der Förster Karl Müller uns ein grosses Vorbild. Die
Natur ist ja die Lebensgrundlage unseres Planet.
Dies sind ein paar Gedanken
gewesen, die ich als Gesundheits- und Umweltvorsteher an sie
gerichtet habe.
Ich
bin ja Departementvorsteher des Sozialen, der Umwelt und der
Sicherheit.
Ich
möchte jetzt noch ein paar Worte als Sozialvorsteher zu ihnen
sprechen.
Wir
haben in der Stadt Zug etwa 660 Sozialhilfeempfänger.
Die
meisten von ihnen haben nicht nur keine Arbeit. Auch ihr
körperliches und seelisches Wohlbefinden ist sehr oft gestört.
Ich sehe dies auch an den unzähligen Rechnungen, die wir für
Ärzte und Medikamente für diese Leute bezahle müssen.
Menschen die kränklich sind, haben auch schlechte Chancen wieder
in den Arbeitsprozess zurückkehren zu können. Dies ist wie ein
Teufelskreis. Es ist meistens sehr schwierig da wieder
herauszukommen.
Wir
bieten diesen Menschen Betreuungs- und Beschäftigungsprogramme
an, damit sie wieder zu einem Tagesrhythmus zurückkehren können.
Bei den Beratungen mit den Sozialarbeiterinnen und
Sozialarbeitern weisen wir auch auf die Wichtigkeit der
Gesundheit und des Wohlbefindens hin.
Ich denke da wiederum:
Menschen, die schon sehr früh gelernt haben auf ihre Gesundheit
und ihr Wohlbefinden zu achten, haben es im Leben einfacher.
Devise vom Sebastian Kneipp,
Lebensfreude, Bewegung, Ernährung, Wasser, Heilkräuter - könnte
nicht optimaler sein.
Dies
ist echte Unterstützung für einer gesunde Gesellschaft
Anhand
ihres Jahresprogramms sehe ich, dass da die Lebensfreude
wirklich gelebt wird und auch Geniessen, und gesundes und
gutes Essen dazu gehört.
Ich
spüre - da sind sie auf dem rechten Weg. Ich wünsche dem
Kneippverein mit seinen 300 Mitgliedern für die Zukunft viel
Erfolg. Ich möchte ihnen danken, dass sie sich immer wieder
aktiv engagieren für die Volksgesundheit.
Sie
entlasten da echt auch den Staat und die Krankenkassen. Dem
Vorstand wünsche ich viel Erfolg bei der Durchführung der vielen
Veranstaltungen, die Sie geplant haben. Sie sind ein wirklich
aktiver Verein, tragen Sie Sorge zu diesen positiven Strukturen.
Ich wünsche ihnen allen noch
einen guten Abend.